Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter Forschungsbereich Geschichte der Frühen Neuzeit

Aktenzeichen: VN 148/2026


Das Deutsche Historische Institut (DHI) in Rom sucht ab dem 1. Mai 2027 (oder nach Vereinbarung) in Vollzeit eine*n

Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d)

für die Leitung des Forschungsbereichs Geschichte der Frühen Neuzeit

 

 

Das DHI Rom ist Teil der Max Weber Stiftung (MWS), die zu den maßgeblichen Trägern deutscher geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung im Ausland gehört. Sie unterhält weltweit wissenschaftlich autonome Institute, die eine wichtige Brückenfunktion zwischen den Gastländern und Deutschland einnehmen. Als multipolares Netzwerk treiben die Institute die Internationalisierung der Wissenschaft gemeinsam voran.

 

Am DHI Rom forschen wir interdisziplinär und epochenübergreifend zur italienischen Geschichte und Musikgeschichte sowie zur Geschichte der deutsch-italienischen Beziehungen vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart. Dabei analysieren wir transregionale und transnationale Zusammenhänge, insbesondere in Südeuropa und im Mittelmeerraum, aber auch mit Blick auf Lateinamerika.

 

Die Geschichte der Frühen Neuzeit ist seit der Gründung des Instituts eine der Säulen des Forschungsprogramms. Die ausgeschriebene Stelle soll mit einer Persönlichkeit besetzt werden, die bei der konzeptionellen Weiterentwicklung dieses Bereichs nachhaltige Impulse zu setzen vermag, insbesondere hinsichtlich der Ausarbeitung innovativer Forschungsprojekte und Drittmittelanträge. Neben der wissenschaftlichen Leitung des Bereichs (eine weitere Postdoc-Position, in wechselnder Zahl Stipendiat*innen sowie Praktikant*innen) und der eigenen Forschungstätigkeit ist die aktive und konzeptionelle Mitarbeit an den allgemeinen Aufgaben des Instituts verpflichtend, darunter der Aufbau eines Alumni-Netzwerks.

 

Bewerber*innen müssen über eine abgeschlossene, herausragende Promotion zur Geschichte der Frühen Neuzeit sowie über signifikante, auch international sichtbare Publikationen in diesem Bereich verfügen. Erfahrungen bei der Organisation von Tagungen und bei der Einwerbung von Drittmitteln sind besonders erwünscht. Vorausgesetzt werden hervorragende Kenntnisse der deutschen und gute Kenntnisse der italienischen Sprache. Forschungs- und Lehrerfahrung an einer oder mehreren Universitäten im deutschen Sprachraum sind ebenso von Vorteil wie Forschungserfahrungen in italienischen und vatikanischen Archiven und Bibliotheken. Fachliche Expertise im Bereich der Digital Humanities wird besonders begrüßt.

 

Der Dienstort ist Rom, Italien. Bei Vorliegen der Voraussetzungen für eine Entsendung im Rahmen eines deutschen Arbeitsvertrags und der Erfüllung der stellenspezifischen Anforderungen erfolgt die Vergütung nach TVöD E14 (Bund). Die Sozialleistungen sind die des öffentlichen Dienstes des Bundes. Zur Deckung der höheren Lebenshaltungskosten in Rom erhalten entsandte Mitarbeiter*innen tarifliche Auslandszulagen einschließlich eines Mietzuschusses. Liegen die Voraussetzungen für eine Entsendung aus Deutschland nicht vor, erfolgt eine Einstellung auf der Basis eines italienischen Arbeitsvertrags (gemäß den Vorgaben der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Rom).

 

Die Stelle ist zunächst befristet; angestrebt sind zunächst vier Jahre. Nach Ablauf der Befristungen nach deutschem oder italienischem Arbeitsrecht ist bei gegenseitigem Einvernehmen eine Entfristung auf der Basis eines italienischen Arbeitsvertrags möglich.

 

Die Max Weber Stiftung ist ein familienfreundlicher Arbeitgeber, dem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Chancengleichheit von Menschen mit Behinderung wichtig sind. Gleichzeitig setzen wir gleichstellungspolitische Ziele und Vorgaben um, indem wir versuchen, bei Stellenbesetzungen gegebenenfalls bestehende Ungleichgewichte zwischen den Geschlechtern auszugleichen.

 

Wir schätzen Vielfalt und heißen daher alle Bewerbungen unabhängig von Nationalität, ethnischer oder sozialer Herkunft, Religion, Alter, sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität willkommen. Gemäß Bundesgleichstellungsgesetz sind grundsätzlich alle Positionen auch in Teilzeit besetzbar.

 

Ihrem Bewerbungsschreiben ist neben akademischem Lebenslauf, Zeugnissen und Schriftenverzeichnis (ggf. mit Links zu Publikationen im Open Access) eine Skizze zur künftigen Konzeption des frühneuzeitlichen Forschungsbereichs am DHI Rom beizufügen (max. 2000 Wörter). Potenzielle Kooperationspartner in Italien, Deutschland und international können ebenfalls benannt werden. Bitte reichen Sie alle Unterlagen über unser Bewerbungsportal ein. Bewerbungsschluss ist der 15. November 2026.

 

Die Bewerbungsgespräche sind für Januar 2027 in Rom geplant. Wir behalten uns jedoch vor, Gespräche ggf. per Videokonferenz durchzuführen.

 

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Assistentin der Direktorin, Dott.ssa Monika Kruse: kruse@dhi-roma.it